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Es war die erwartet wilde Gangart im Weserstadion, die für ein DFB Pokal Halbfinale typisch ist. Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass unsere Jungs mehr in der Lage gewesen wären das Spiel zu beruhigen. Aber in jedem Fall haben sie von der ersten Minute an voll dagegen gehalten und es war früh ersichtlich, dass dies ein ausgiebiger Pokalfight werden könnte.

Fast in Vergessenheit gerät dabei, dass der nachher viel gescholtene Schiedsrichter mit seiner Spielleitung einen großen Anteil daran hatte, dass sich das Spiel zwar in eine harte, aber größtenteils faire Richtung entwickelte. Konnte man sich in der 4. Minute noch darüber aufregen, dass er eine äußerst konsequente, aber faire Grätsche von Boateng an der Außenlinie abpfiff, so wusste man in der 20. Minute bei einem ziemlich ähnlich harten Einsteigen von Klaassen gegen Martinez, bei dem ebenfalls sehr viel Ball im Spiel gewesen ist, dass es inzwischen richtig war den Rahmen für die Spieler relativ eng abzustecken.

Bremen presste in der Anfangsphase sehr hoch, womit wir wie schon in der gesamten Saison so unsere Schwierigkeiten hatten. Dennoch erarbeiteten wir uns die ersten beiden sehr guten Chancen durch Müller und nach sehr schönen Kombinationen. Punktuell gelang es uns also ein paar mal uns äußerst elegant aus dem Bremer Pressing zu befreien und dann wurde es auch gleich gefährlich.

Thiago hatte in der 22. Minute noch eine sehr gute Schusschance, bei dem sein Ball aber relativ weit über den Bremer Kasten flog, bevor Klaassen mit seiner Großchance, der ersten für Werder in diesem Spiel, in der 23. Minute das Weserstadion richtig aufweckte. Schon bis zur 25. Minute war dieses Fußballspiel von einer wahnsinnigen Intensität geprägt. Bremen war gut drin, aber schon bis dahin hatten wir die klare Mehrzahl der Torchancen auf unserer Seite.

In der 29. Minute hatte Bremen nach einem Eckball nochmal eine Viertelchance, eine Halbchance war das nicht mal, in dessen direktem Anschluss wir über Coman und Alaba einen vielversprechenden Konter schlecht zu Ende spielten. Das war es dann aber auch offensiv in Halbzeit eins von Werder Bremen.

Ganz anders wir. Der überragende Coman mit einem spiegelverkehrten Robben sorgte abermals für Gefahr, bevor es in der 36. Minute dann endlich folgerichtig klingelte. Boa fand am langen Pfosten Müller, der mit einem Bogenlampenkopfball parallel zur Grundlinie an den langen Innenpfosten, der Ball sprang Lewandowski vor die Füße und zappelte kurz darauf zur verdienten Führung im Netz.

So ging es bis zum Pausenpfiff weiter. In der 41. wurde Lewandowski in aussichtsreicher Position noch abgedrängt, bevor er direkt im Anschluss aus dem Abseits heraus traf. Coman ließ in der 43. Minute mit einer Bierruhe drei Bremer aussteigen woraus sich eine Schusschance für den diesmal nicht so auffälligen Gnabry entwickelte. Von Bremen gab es nur noch einen Kullerball von Kruse in der 45. Minute, den Ulreich mit seinem Atem stoppen konnte.

Zur Halbzeit hatten wir also alles völlig im Griff. Einzig die Chancenverwertung ist wie so oft in den letzten Wochen, Monaten und Jahren verbesserungswürdig gewesen. In der zweiten Halbzeit schien es erstmal genauso weiterzugehen. Coman leitete in der 48. Minute selbst den Angriff ein, den er nach den Stationen Kimmich und Müller volley abschloss. Eine Traumkombination, aber leider nicht mit einem Treffer gekrönt.

In der 49. Minute konnte Werder sich durch Möhwald eine ganz ordentliche Kopfballchance erarbeiten. Werder war wieder bissig aus der Kabine gekommen und kurz sah es so aus, als würden wir den Gegner wie so oft in dieser Saison selbst einladen. Zwei ziemlich haarsträubende Fehlpässe von Thiago in der 50. und 53. Minute sorgten für Gefahr.

Wir konnten uns aber schnell fangen, wichtig in dieser Phase Müller, der wie im ganzen Spiel immer wieder die Zwischenräume fand und anspielbereit war.

In der 58. Minute leitete der eingewechselte Goretzka mit der Hacke einen abermals sehr sehenswerten Angriff ein. Der so eingesetzte Coman auf Müller, der aber über das Bremer Tor.

In der 63. Minute belohnten wir uns endlich für den hohen Aufwand und die vielen erarbeiteten Chancen, als Müller mit der Schusstechnik eines äußerst talentierten Ziegenbocks gekonnt das 0:2 erzielte. Über die gesamte Spieldauer hochverdient und auch in der zweiten Halbzeit hatten wir zu diesem Zeitpunkt nach den ganz kurzen Wacklern die Lage wieder im Griff.

Doch nach dem zweiten Treffer verfielen wir in eine weitere immer mal wieder auftretende Krankheit der Saison. Passivität nach klarer Führung. Wir waren nicht völlig aus dem Spiel, aber der letzte Druck hinter den Aktionen fehlte mehr und mehr. So prüfte Klaassen in der 66. Minute mit einem zugegeben tollen Kopfball Ulreich, der blitzschnell unten war und den Ball festhielt.

In der 74. Minute holte Osako mit seinem Anschlusstor zum 1:2 Bremen in das Spiel zurück. Direkt darauf erzielte Rashiza in der 75. Minute nach einem, ehrlich gesagt in der Art ein bißchen zu häufig gesehenen Ballverlust von Kimmich, in der 75. Minute das 2:2. Die schöne hochverdiente Führung innerhalb von 90 Sekunden hergeschenkt. Und das schlimmste ist, gewundert hat man sich als Fan nicht mehr unbedingt, nach dem was wir schon erlebt haben in dieser trotzdem ja doch alles andere als schlechten Saison.

Natürlich war das Stadion jetzt voll da. Doch die Euphorie im weiten Rund wich sehr schnell Entsetzen, als Selassie durch den eigenen Strafraum taumelte wie Balu der Bär nach einer durchzechten Nacht und dabei ungeschickt Coman mit dem Ellbogen derart in den Rücken stoß, dass dieser hoffte durch die zusätzliche Beschleunigung doch noch an seinen viel zu weit vorgelegten Ball zu kommen. Vorher kam aber der Rasen immer näher und so zeigte der Schiedrichter, beseelt von jeglicher Freiheit von Selbstzweifeln, resolut auf den Elfmeterpunkt. Lewa rechts unten und danke.

Viel hatte Bremen dem nicht mehr entgegen zu setzen. Kohfeld warf alles rein, was schon mal ein Tor erzielt hat im Leben und so kamen wir noch zu ein paar vielversprechenden Kontern. In der 88. Minute brach der an dem Tag brutal starke Hummels durch das nicht mehr vorhandene Bremer Mittelfeld, bediente Coman, welcher James fand, doch dessen Abschluss nach kurzem Tänzchen im Strafraum fand wiederum nicht den Weg ins Tor.

In der 93. Minute beendete Lewandowski einen Sololauf durch den Bremer Strafraum, bei dem ein Normalsterblicher circa an acht Stellen bereits längst das Gleichgewicht verloren hätte, mit einem gezielten Pfostenschuss aus 2 1/2 Metern. Vielleicht aus Mitleid. In der 95. Minute war dann Bremen nochmal in der Nähe unseres Tores, als Harnik ungefährlich abschloss und 10 Sekunden vor Schluss versuchte es Selassie dann noch mit einem akrobatischen, aber nicht besonders angsteinflößenden Fallrückzieher von außerhalb des Strafraums. Das war´s.

In den letzten glorreichen Zweikampf von Hummels hinein tönte der Schlusspfiff. Dieser ballte die Fäuste und schrie seine Freude hinaus. Finale! Berlin im Mai. Immer vorwärts FCB!

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